Für EY haben wir auf einer Dachterrasse in der HafenCity, direkt gegenüber der Elbphilharmonie, ein Graffiti-Teamevent umgesetzt. Auszubildende und angehende Mitarbeitende beendeten damit ihren Seminartag. Drei Gruppen setzten je ein eigenes Wort um, darunter TAKE OFF und LEAP.
Die Aufgabe
Ein Seminartag endet mit Menschen, die seit Stunden sitzen und zuhören. Wer danach noch etwas ansetzt, kämpft gegen eine Gruppe, die innerlich schon Feierabend hat.
Genau deshalb war die Aufgabe hier nicht, Wissen zu vertiefen, sondern zu aktivieren. Die Gruppe sollte aufstehen, sich anders begegnen und den Tag mit etwas beenden, das nicht nach Programmpunkt aussieht. Dazu kam die Zielgruppe: Auszubildende und angehende Mitarbeitende, für die dieser Tag Teil des Ankommens im Unternehmen ist.
Die Umsetzung
Wir haben eine mobile Wand auf die Dachterrasse gestellt und zusätzlich mit Folien-Bannern an der Terrasse gearbeitet. Die Gruppe wurde in drei Teile geteilt, jeder Teil setzte ein eigenes Wort um.
Entstanden sind unter anderem TAKE OFF und LEAP, dazu ein drittes Piece. Über Business-Kleidung kamen Ponchos, damit niemand zwischen Anzug und Dose abwägen muss. Eine professionelle Kamera-Crew war vor Ort und begleitete den Nachmittag, mit dem Hafen und der Elbphilharmonie im Hintergrund.
Das Ergebnis
Drei Wörter, drei Gruppen, ein Nachmittag, der einen Seminartag beendet hat, ohne ihn zu verlängern.
Für dich als Planerin liegt der Wert in der Reihenfolge. Ein Aktivierungsformat vor dem Programm konkurriert mit dem Programm. Danach hat es keine Konkurrenz mehr und übernimmt die Aufgabe, die sonst der Small Talk im Aufzug leisten müsste. Bei einer Gruppe, die neu im Unternehmen ist, entscheidet genau dieser letzte Teil des Tages darüber, ob Leute sich hinterher kennen oder nur zusammen gesessen haben.

Eckdaten des Projekts
- Stadt
- Hamburg
- Stadtteil
- HafenCity
- Location
- Dachterrasse gegenüber der Elbphilharmonie
- Teilnehmende
- Auszubildende und angehende Mitarbeitende
- Anlass
- Abschluss eines Seminartags
- Format
- Graffiti auf mobiler Wand und Folien-Bannern
- Ergebnis
- drei Werke, je ein Wort pro Gruppe, darunter TAKE OFF und LEAP
- Dauer
- 2 bis 3 Stunden, flexibel
Häufige Fragen zu diesem Projekt
Eignet sich ein Graffiti-Workshop als Abschluss eines Seminartags?
Ja, und zwar besser als davor. Bei EY in Hamburg beendeten Auszubildende und angehende Mitarbeitende ihren Seminartag mit einem Graffiti-Teamevent auf einer Dachterrasse. Ziel war ausdrücklich nicht Wissen, sondern aktivieren und die Leute zusammenbringen.
Der Grund liegt im Tagesrhythmus. Nach Stunden im Sitzen ist die Aufnahmefähigkeit unten und die Bewegungslust oben, und ein Kreativformat bedient genau diese Kurve. Vor dem Seminar eingeplant, konkurriert dasselbe Format mit dem Inhalt und wirkt wie eine Verzögerung. Gerechnet wird mit 2 bis 3 Stunden, flexibel im Ablauf, du hängst den Block also an das Seminar an, statt ihn hineinzuschneiden. Bei EY lag genau darin die Wirkung: Der Tag endete mit Aufstehen und Farbe statt mit einer Abschlussfolie im Seminarraum.
Wie funktioniert ein Teamevent mit mehreren Gruppen an einer Wand?
Indem jede Gruppe ein eigenes Ergebnis bekommt. Bei EY wurde die Gruppe in drei Teile geteilt, und jeder Teil setzte ein eigenes Wort um. Entstanden sind unter anderem TAKE OFF und LEAP, dazu ein drittes Piece.
Das ist bewusst etwas anderes als ein gemeinsames Werk. Drei eigenständige Arbeiten heißen: drei Gruppen entscheiden unabhängig über Farbe, Form und Umsetzung, und am Ende steht ein Vergleich nebeneinander statt einer einzigen abgestimmten Fläche. Für Graffiti planen wir Gruppen von 10 bis 1.000 Personen, die Zahl der Teilflächen richtet sich nach der Aufteilung.
Kann ein Teamevent auf einer Dachterrasse stattfinden?
Ja, wenn der Anbieter die Arbeitsfläche mitbringt. Bei EY stand eine mobile Wand auf der Dachterrasse, ergänzt um Folien-Banner an der Terrasse selbst. Gesprüht wurde also an mitgebrachten Flächen, nicht an der Bausubstanz.
Das ist die Bedingung, an der solche Locations sonst scheitern. Eine Terrasse hat Aussicht, aber keine Wand, die jemand besprühen dürfte. Mobile Wand plus Folien-Banner löst beides: Es entsteht Fläche, und nach dem Termin ist die Terrasse wieder eine Terrasse. Über Business-Kleidung kamen Ponchos, damit niemand zwischen Anzug und Dose abwägen muss. Ein Graffiti-Workshop findet bei uns ohnehin immer draußen statt, insofern arbeitet eine Terrasse für das Format.


