HANSAINVEST

HANSAINVEST auf der MS Bleichen: gesprüht wurde am Pier, gefeiert an Bord

  • Hamburg
  • MS Bleichen, Museumshafen
  • Graffiti und Action Painting
Spraydosen und Acrylfarben auf dem Pier vor der MS Bleichen, im Hintergrund ein Frachtschiff im Hamburger Hafen

Für HANSAINVEST haben wir ein Teamevent auf der MS Bleichen umgesetzt, einem alten Museumsschiff im Hamburger Museumshafen an der Elbe. Das Event lief an Bord, gemalt wurde auf dem Pier davor, unter den alten Beladetüren des Schiffs.

Die Aufgabe

Ein Museumsschiff ist eine Location, die vieles kann und eine Sache nicht: Sie hat keine Wand, die man besprühen darf. Genau daran scheitert ein Graffiti-Format normalerweise, bevor es angefangen hat.

Die zweite Hürde ist der Platz. An Bord eines Schiffs steht eine Gruppe zwangsläufig eng, und eng ist das Gegenteil von dem, was Leute brauchen, die mit Farbe arbeiten und sich dabei nicht gegenseitig treffen sollen. Beides musste gelöst sein, bevor überhaupt eine Dose ausgepackt wurde, und beides ist eine Frage des Aufbaus, nicht des Programms. Wer das erst am Eventtag merkt, hat kein Format mehr, sondern eine Besichtigung.

Die Umsetzung

Wir haben das Setup vom Schiff heruntergeholt und auf den Pier gestellt: eine Graffitiwand und daneben ein Action-Painting-Setup, beides direkt unter den alten Beladetüren der MS Bleichen. Das Event selbst lief an Bord.

So bekommt die Location ihre Kulisse zurück, ohne dass jemand am Denkmal arbeitet. Die alten Beladetüren geben dem Aufbau einen Rahmen, den keine Messewand liefert, und der Museumshafen steht im Hintergrund, wo er hingehört. Gearbeitet wurde in kleinen Gruppen, jede an ihrem eigenen Bild, damit niemand auf eine Station wartet und niemand nur zusieht. Die Graffitiwand und das Action-Painting-Setup standen nebeneinander, also konnte jede Gruppe die Technik nehmen, die ihr lag.

Das Ergebnis

Am Ende wurden die verschiedenen Bilder vorgestellt. Nicht ein gemeinsames Werk, sondern mehrere, jedes von einer kleinen Gruppe.

Für dich als Planerin ist dieser Abschluss der unterschätzte Teil. Wenn Gruppen getrennt arbeiten, sieht sonst niemand, was die anderen gemacht haben, und der Termin zerfällt in mehrere Einzelerlebnisse. Eine kurze Vorstellungsrunde am Ende macht daraus wieder eine Sache: Jede Gruppe erklärt ihr Bild, alle sehen alles, und das Gespräch danach hat einen Gegenstand. Der alte Hafen im Hintergrund liefert dazu die Kulisse, die auf jedem Foto mitläuft.

Eckdaten des Projekts

Stadt
Hamburg
Location
MS Bleichen, altes Museumsschiff im Museumshafen an der Elbe
Aufteilung
Arbeit in kleinen Gruppen
Format
Graffitiwand und Action-Painting-Setup, beides am Pier
Setting
Outdoor, unter den alten Beladetüren
Abschluss
Die verschiedenen Bilder wurden vorgestellt
Dauer
2 bis 3 Stunden, flexibel

Häufige Fragen zu diesem Projekt

Kann man ein Teamevent auf einem Schiff machen?

Ja, wenn das Gestalten an Land passiert. Für HANSAINVEST lief das Event an Bord der MS Bleichen im Hamburger Museumshafen, gemalt wurde auf dem Pier davor, an einer Graffitiwand und einem Action-Painting-Setup unter den alten Beladetüren.

Diese Trennung ist der ganze Trick. An Bord ist es eng, und ein Schiff bietet keine Fläche, die jemand besprühen dürfte. Der Pier davor bietet beides: Platz nebeneinander und eine mitgebrachte Wand, die nach dem Termin wieder verschwindet. Unser Graffiti-Workshop an einer Wand findet ohnehin immer draußen statt, insofern passt das Format zur Location statt gegen sie zu arbeiten. Wenn du mit einer besonderen Location liebäugelst, ist das die entscheidende Frage an den Anbieter: Bringt er die Fläche mit, oder erwartet er eine? Bei einem Denkmal, einem Museumsschiff oder einem historischen Gebäude lautet die Antwort fast immer, dass er sie mitbringen muss.

Welche besonderen Locations gibt es in Hamburg für Teamevents?

Zwei Klassen, die wir beide schon bespielt haben, und sie lösen unterschiedliche Probleme. Für HANSAINVEST war es ein altes Museumsschiff im Museumshafen mit Pier davor. In der HafenCity war es eine große Innenfläche in einem Cruise-Terminal.

Der Unterschied ist nicht Geschmack, sondern Planung. Ein Schiff mit Pier gibt dir eine Kulisse und eine Außenfläche, aber wenig Innenraum. Ein Terminal gibt dir eine leere Innenfläche für große Gruppen, aber keinen Denkmal-Charakter. Wenn dein Termin draußen stattfinden soll und die Bilder etwas hermachen sollen, ist die Schiffsvariante stark. Wenn du eine Innenfläche brauchst oder die Gruppe groß ist, ist die Terminalvariante die verlässlichere Wahl. In beiden Fällen bringen wir die Arbeitsfläche mit, die Location muss also nichts stellen außer dem Platz.

Wie sorgt man dafür, dass am Ende jeder sieht, was die anderen gemacht haben?

Mit einer Vorstellungsrunde am Schluss: Bei HANSAINVEST arbeiteten kleine Gruppen an eigenen Bildern, und am Ende wurden die verschiedenen Bilder vorgestellt, statt sie einfach einzusammeln und wegzuräumen.

Das ist der Schritt, den fast jeder Ablaufplan vergisst. Kleine Gruppen sind die richtige Antwort auf jede Größe, weil parallel gearbeitet wird und niemand ansteht. Der Preis dafür ist, dass jede Gruppe nur ihr eigenes Ergebnis kennt. Zehn Minuten Vorstellung am Schluss holen das zurück: Jede Gruppe erklärt ihr Bild, und plötzlich reden Leute über Entscheidungen statt über Farben. Für Graffiti planen wir Gruppen von 10 bis 1.000 Personen, und je größer die Gruppe, desto wichtiger wird dieser Abschluss.