Rapid Data

Rapid Data im Jupiter: 120 Leute, kleine Gruppen, ein Kaufhaus am Hauptbahnhof

  • Hamburg
  • Jupiter am Hauptbahnhof
  • 120 Personen
Luftaufnahme der Dachterrasse des Jupiter am Hamburger Hauptbahnhof: Gruppen malen an Leinwänden vor dem roten JUPITER-Schriftzug der Fassade

Für Rapid Data haben wir ein Teamevent mit 120 Personen im Jupiter umgesetzt, dem ehemaligen Karstadt-Sport-Kaufhaus direkt am Hamburger Hauptbahnhof, das heute eine Fläche der Kreativgesellschaft ist. Gearbeitet wurde in kleinen Gruppen, mit Sprühdosen auf großen Leinwänden.

Die Aufgabe

120 Personen sind die Zahl, an der die meisten Kreativformate kippen. Entweder es wird eine Vorführung, bei der 100 zuschauen und 20 arbeiten, oder es wird eine Schlange vor einer Station.

Dazu kommt die Ortsfrage. Eine Gruppe dieser Größe braucht Fläche, und in einer Innenstadt ist Fläche das Teuerste, was es gibt. Das Jupiter am Hauptbahnhof löst beides auf einmal: ein ganzes ehemaliges Kaufhaus, heute von der Kreativgesellschaft bespielt, mit Dachterrasse und mit Außenflächen, und für jeden Anreisenden fußläufig vom Gleis. Wer 120 Leute aus verschiedenen Richtungen zusammenbringt, spart damit den größten Reibungspunkt des Tages.

Die Umsetzung

Wir haben die Gruppe in kleine Gruppen aufgeteilt und jeder davon eine eigene große Leinwand gegeben. Die Leinwände lagen flach auf der Pflasterfläche, die Gruppen standen ringsherum und arbeiteten von allen Seiten gleichzeitig.

Das ist der Grund für die Bodenlage. An einer senkrechten Wand steht eine Gruppe nebeneinander, und die Fläche wächst nur in die Breite. Liegt die Leinwand, kann jede Person von ihrer Seite kommen, alle sehen dasselbe Bild aus derselben Nähe, und niemand steht hinten. Gearbeitet wurde in Rot, Blau und Weiß, dazu lagen Rollen, Marker und Kreppband bereit, also alles, womit sich Kanten setzen und Flächen füllen lassen, ohne dass jemand Sprühtechnik können muss.

Das Ergebnis

Die Werke gingen nach dem Termin mit dem Team mit. Das Special des Tages war die Dachterrasse des Jupiter.

Für dich als Planerin steckt darin die eigentliche Lehre, und sie hat wenig mit Farbe zu tun. Bei 120 Personen entscheidet nicht das Format über den Tag, sondern die Aufteilung. Kleine Gruppen an je einer eigenen Fläche erzeugen 120 Beteiligte statt 120 Zuschauer, und das lässt sich vorher rechnen statt hinterher hoffen. Ein Graffiti-Format planen wir für Gruppen von 10 bis 1.000 Personen, die Zahl der Flächen wächst mit der Gruppe, der Ablauf bleibt derselbe.

Eckdaten des Projekts

Stadt
Hamburg
Location
Jupiter, ehemaliges Karstadt-Sport-Kaufhaus, direkt am Hauptbahnhof, Fläche der Kreativgesellschaft
Teilnehmende
120 Personen
Aufteilung
kleine Gruppen
Format
Spray auf Leinwand, draußen
Dauer
2 bis 3 Stunden, flexibel
Special
Dachterrasse
Was blieb
Die Werke gingen mit dem Team mit

Häufige Fragen zu diesem Projekt

Wo macht man in Hamburg ein Teamevent für 120 Leute?

Für Rapid Data war es das Jupiter, das ehemalige Karstadt-Sport-Kaufhaus direkt am Hamburger Hauptbahnhof, heute eine Fläche der Kreativgesellschaft. Ein ganzes Haus statt eines Raums, mit Außenfläche und mit Dachterrasse, und fußläufig vom Gleis.

Für die Planung ist die Lage der unterschätzte Teil. Bei 120 Personen reisen die Leute aus verschiedenen Richtungen an, oft aus mehreren Standorten, und jede Umsteigeverbindung kostet dich Nachzügler. Eine Location am Hauptbahnhof nimmt diesen Faktor komplett aus der Rechnung. Der zweite Punkt ist die Art des Hauses: Eine Kreativfläche stellt keine Fragen, wenn Farbe im Spiel ist, und genau daran scheitern klassische Eventlocations bei diesem Format regelmäßig schon in der Anfrage. Beides zusammen ist der Grund, warum wir hier gearbeitet haben und nicht in einem Saal, in dem am Ende jemand den Teppich zählt. Das Special des Termins war die Dachterrasse des Hauses.

Wie beschäftigt man 120 Personen gleichzeitig, ohne dass die Hälfte zuschaut?

Indem man sie gar nicht erst als eine Gruppe behandelt. Bei Rapid Data haben wir die 120 Personen in kleine Gruppen aufgeteilt und jeder Gruppe eine eigene große Leinwand gegeben. Alle arbeiteten zur selben Zeit, keine Gruppe wartete auf eine andere.

Das ist die Rechnung, die du vor jedem Großformat aufmachen musst. Ein Programmpunkt mit einer Station erzeugt bei 120 Leuten eine Warteschlange, und Warteschlangen erzeugen Zuschauer. Mehrere parallele Flächen erzeugen stattdessen mehrere kleine Teams, die sich untereinander abstimmen müssen, und genau das ist der Effekt, für den ein Teamevent gebucht wird. Für Graffiti planen wir Gruppen von 10 bis 1.000 Personen, weil die Zahl der Flächen mitwächst und der Ablauf gleich bleibt. Du entscheidest also nicht über das Format, sondern über die Aufteilung, und die steht vor dem Termin fest statt sich am Tag selbst zu ergeben.

Warum liegen die Leinwände am Boden statt an einer Wand?

Weil bei einer liegenden Leinwand jede Person von ihrer eigenen Seite arbeiten kann. Bei Rapid Data lagen die großen Leinwände flach auf der Pflasterfläche, die kleinen Gruppen standen ringsherum und sprühten gleichzeitig von allen Seiten.

An einer senkrechten Wand steht eine Gruppe nebeneinander, und wer hinten steht, sieht wenig und macht wenig. Liegt die Fläche, gibt es kein Hinten mehr, und alle sind gleich nah dran. Für deine Planung heißt das vor allem eines: Du brauchst keine bespielbare Wand und keine Genehmigung dafür, sondern nur ebenen Boden im Freien. Das ist deutlich leichter zu bekommen und macht die Locationsuche kürzer. Gearbeitet wurde in Rot, Blau und Weiß, mit Rollen, Markern und Kreppband, damit auch Leute ohne Dosenerfahrung sofort saubere Kanten und gefüllte Flächen hinbekommen. Die fertigen Werke gingen anschließend mit dem Team mit.