Toyota brachte Influencerinnen und Influencer in ein Fotostudio in Hamburg-Ottensen und ließ sie dort selbst arbeiten. Gemalt und gesprüht wurde auf Leinwänden, mit Action Painting und mit Graffiti, unter Licht, das für Kameras gebaut ist.
Die Aufgabe
Ein Fotostudio ist auf Bilder ausgelegt, nicht auf Farbe. Genau dorthin lud Toyota Influencerinnen und Influencer ein, und statt eines Termins, bei dem sie fotografiert werden, bekamen sie etwas zu tun.
Das verschiebt den ganzen Aufbau. Bei einer Aktion, deren Zweck Bilder sind, ist die Teilnehmerin gleichzeitig Gast und Produzentin, und das Ergebnis muss vor der Kamera bestehen, nicht erst im Rückblick. Ein Format, das nur nebenbei läuft, funktioniert dort nicht. Es muss etwas entstehen, das man in die Hand nehmen, hochhalten und ablichten kann, und zwar von jeder Person einzeln. Für uns hieß das: das Werk ist nicht das Andenken an den Termin, es ist der Termin.
Die Umsetzung
Gearbeitet wurde auf Leinwänden, mit Action Painting und mit Graffiti im selben Setting. Beide Techniken liefen im Studio, nebeneinander, an derselben Fläche pro Person.
Das ist der Punkt, an dem sich dieses Projekt von unseren übrigen Graffiti-Terminen unterscheidet. Ein Graffiti-Workshop findet bei uns sonst immer draußen an einer echten Wand statt, weil eine Wand nichts ist, was man in einen Raum stellt. Auf Leinwand ist die Technik dagegen transportabel, und damit wird sie studiotauglich. Action Painting kommt ohnehin drinnen wie draußen zurecht. Beides zusammen in einem Studio ergibt eine Kombination, die wir sonst so nicht anbieten und die hier von der Location vorgegeben war.
Das Ergebnis
Vom Tag liegen eigene Aufnahmen vor, vier Fotos aus dem Studio. Es sind echte Eventbilder und keine Stockfotos, und sie zeigen genau das Setting, um das es hier geht.
Was du als Planerin daraus mitnimmst, hat wenig mit Toyota und viel mit deiner eigenen Location zu tun. Wenn dein Termin in einem Raum stattfindet, in dem eine Wand keine Option ist, heißt das nicht, dass Sprühfarbe ausfällt. Es heißt, dass die Fläche mit ins Konzept gehört und nicht vorausgesetzt wird. Leinwand statt Wand ist dabei keine Notlösung, sondern eine eigene Entscheidung, die vorher getroffen wird und im Angebot steht.
Eckdaten des Projekts
- Anlass
- Markenaktion mit Influencern
- Stadt
- Hamburg, Stadtteil Ottensen
- Location
- Fotostudio
- Format
- Action Painting und Graffiti, beides auf Leinwand
- Teilnehmende
- Influencer in Zusammenarbeit mit Toyota
- Dauer
- 2 bis 3 Stunden, flexibel
- Setting
- Indoor
Häufige Fragen zu diesem Projekt
Geht Graffiti auch drinnen, zum Beispiel in einem Fotostudio?
Auf Leinwand ja, an einer Wand nein. Bei Toyota in Hamburg liefen Action Painting und Graffiti beide im Fotostudio, jeweils auf Leinwand. Unsere Graffiti-Workshops an einer echten Wand finden dagegen immer draußen statt, daran ändert auch ein großer Innenraum nichts.
Für deine Planung ist das die wichtigste Unterscheidung überhaupt, und sie wird oft falsch beantwortet. Die Frage ist nicht, ob die Technik drinnen funktioniert, sondern worauf gesprüht wird. Eine Leinwand kannst du in jeden Raum stellen, abdecken und danach wieder mitnehmen. Eine Wand kannst du das nicht. Wenn dir jemand einen Graffiti-Workshop an einer Wand in einem Innenraum anbietet, lohnt die Rückfrage, wem diese Wand gehört und wie sie danach aussieht. Bei uns bekommst du im Innenraum Leinwand, und das steht vorher im Angebot statt in einer Rückfrage am Aufbautag. Bei Toyota war genau diese Entscheidung der Ausgangspunkt: Die Location gab die Fläche vor, nicht umgekehrt.
Funktioniert so ein Format auch, wenn die Gäste für Bilder da sind?
Ja, weil das Ergebnis selbst das Motiv ist. Bei Toyota arbeiteten Influencerinnen und Influencer in einem Fotostudio in Hamburg-Ottensen an eigenen Leinwänden. Jede Person hatte am Ende ein Werk in der Hand, das sich zeigen, halten und fotografieren lässt.
Das unterscheidet ein Kreativformat von den meisten Programmpunkten bei Marken-Aktionen. Eine Show liefert Bilder von Leuten, die zuschauen. Ein Format, bei dem alle selbst arbeiten, liefert Bilder von Leuten, die etwas gemacht haben, plus den Gegenstand dazu. Für Action Painting planen wir Gruppen von 15 bis 500 Personen, und in beide Richtungen bleibt der Ablauf derselbe. Wenn dein Termin Bildmaterial produzieren soll, ist das der Unterschied zwischen einer Kulisse und einem Ergebnis, das ohne Bildunterschrift verständlich ist. Vom Toyota-Termin liegen deshalb auch eigene Aufnahmen aus dem Studio vor und keine nachgestellten Motive, die jemand später für die Bildstrecke gebaut hat.


