Ein Bus ist eine Fläche, die man nicht suchen muss, weil sie schon auf Rädern steht. Bei Shiftmove wurde genau das die Lösung: Gearbeitet wurde draußen an der Längsseite, und damit war die Ortsfrage vor dem ersten Farbstrich erledigt.
Die Ausgangslage
Ein Teamevent ohne besonderen Anlass hat intern die schwächste Rückendeckung. Es gibt kein Jubiläum, das ein Budget begründet, und keinen Gast, dem etwas geboten werden muss. Übrig bleiben zwei Fragen: ob der Tag für die Gruppe etwas hergibt und ob er organisatorisch überhaupt durchgeht.
Genau so lief dieser Termin. Shiftmove hat ihn als Paint the Bus gemacht, ohne Anlass dahinter. Das Format hat eine Eigenart, die den zweiten Teil der Frage entschärft: Die Fläche gehört nicht zum Ort. Sie steht auf Rädern, und der Ort ist das, wo sie steht.
Was an der Busseite passierte
Gearbeitet wurde an der Längsseite, im Stehen, direkt an der Karosserie. Auf den Fotos stehen die Leute nebeneinander an derselben Fläche, einige sprühen unmittelbar an der Wagenwand.
Die Bemalung läuft über die volle Seite. Unten große blaue Blockformen mit schwarzer Kontur, darüber ein Band aus schwarzen Bögen, dazwischen Orange, Pink und Violett. Auch die Radkappen sind bemalt, gelb mit einem rosa Smiley. Auf einem der Fotos hält jemand einen gerahmten Bogen hoch, blauer Grund mit einem schwarzen Schwung darauf, in denselben Farben wie die Busseite.
Warum die Fläche hier keine Raumfrage war
Der Bus stand im Freien, auf einer gepflasterten Fläche zwischen Bäumen. Kein Innenraum war belegt, keine Wand musste jemand freigeben. Unter den Berliner Referenzen ist das der Fall, bei dem am wenigsten am Gebäude hing.
Daraus folgt keine Zusage für andere Termine. Was folgt, ist eine andere Reihenfolge der Fragen: Bei einem Wandprojekt steht die Freigabe für eine bestimmte Wand am Anfang, bei diesem Format der Stellplatz. Gebraucht wird ein Platz, an dem etwas Großes eine Weile stehen darf, und ein geeignetes Fahrzeug. Beides klären wir vorab im Gespräch, es ergibt sich nicht von selbst.
Was am Ende dastand
Am Ende war eine komplette Fahrzeugseite bemalt, von den Blockformen bis zu den Radkappen. Auf dem Abschlussfoto verteilt sich die Gruppe über die volle Buslänge davor, mit Bäumen und einem Backsteinhaus im Hintergrund.
Ein Tag ohne Anlass muss sich am Abend selbst begründen. Hier übernimmt das die Fahrzeugseite: Sie ist zu groß, um sie zu übersehen, und niemand muss erzählen, was an diesem Tag passiert ist. Wer so etwas plant, prüft als Erstes nicht das Programm, sondern den Stellplatz.
Eckdaten des Projekts
- Stadt
- Berlin
- Format
- Paint the Bus
- Anlass
- Teamevent, ohne besonderen Anlass
- Untergrund
- die Längsseite eines Busses
- Technik
- Sprühfarbe
- Umgebung
- im Freien
Häufige Fragen zu diesem Projekt
Braucht ein Paint the Bus einen Raum oder eine Halle?
Bei Shiftmove nicht. Der Bus stand im Freien auf einer gepflasterten Fläche, gearbeitet wurde an der Längsseite, und dafür musste weder ein Innenraum belegt noch eine Wand freigegeben werden.
Für die interne Freigabe ist das der eigentliche Unterschied. Ein Wandprojekt hängt an der Erlaubnis für genau diese Wand, und wer in gemieteten Räumen sitzt, bekommt sie oft gar nicht erst. Ein Fahrzeug bringt seine Fläche mit, die Frage verschiebt sich damit vom Gebäude auf den Stellplatz. Ob das für euren Termin trägt, klären wir vorher an zwei Punkten: ob ein geeignetes Fahrzeug bereitsteht und wo es während des Termins stehen darf. Beides ist im Gespräch schnell beantwortet, taugt aber nicht als stille Annahme, weil daran der ganze Ablauf hängt. Dazu kommt der Punkt Wetter, denn gearbeitet wird im Freien. An diesem Tag trugen alle Jacken, gesprüht wurde trotzdem ohne Unterbrechung.
Wie verteilt sich eine Gruppe an einem einzigen Fahrzeug?
Der Länge nach. Die Busseite ist eine durchgehende Fläche, jeder arbeitet an seinem Abschnitt im Stehen, und niemand wartet darauf, dass weiter vorne ein Platz frei wird.
Für die Größenfrage ist damit nicht der Raum die Bezugsgröße, sondern die Länge der Fahrzeugseite. Das ist eine Angabe, die ihr selbst nachmessen könnt, sobald feststeht, welches Fahrzeug es wird, und sie sagt mehr als jede Quadratmeterzahl. Auf den Fotos dieses Termins stehen die Leute nebeneinander an derselben Seite, auf dem Abschlussfoto verteilt sich die Gruppe über die volle Buslänge. Was ihr uns bei einer Anfrage am besten mitschickt, sind zwei Angaben: die Gruppengröße und ob alle gleichzeitig mitmachen sollen oder nacheinander. Daraus ergibt sich, wie viele Abschnitte wir einteilen und wie viel Material an den Bus kommt. Ohne diese beiden Angaben lässt sich die Einteilung nicht seriös vorwegnehmen.


