Porsche Digital

Porsche Digital in Berlin: ein Bild, das aus vielen Feldern besteht

  • Berlin
  • Mauerpark
  • Farbfelder in einem Rahmen
Legale Wand im Freien unter blauem Himmel mit Quellwolken, davor eine gepflasterte Fläche mit Farbspritzern. Auf der Wand ein großes querformatiges Bild in einem durchgehenden schwarzen Rahmen, innen aufgeteilt in einzelne Farbfelder in Gelb, Orange, Türkis, Pink, Violett, Rot und Blau, darüber schwarze Balken als blockige Buchstaben. Eine dunkelrote Linie läuft quer über alle Felder. Am rechten Rand sprüht eine Person mit einer Dose, davor steht eine zweite Person

Wo viele Hände gleichzeitig an einem Werk arbeiten, wird daraus leicht ein Flickenteppich. So lautet die Sorge, die bei einem Kreativformat mit größerer Gruppe zuerst kommt, und sie ist berechtigt. An der legalen Wand, an der Porsche Digital gearbeitet hat, lässt sich ablesen, wie man ihr begegnet.

Die Ausgangslage

Wer ein Teamevent mit Farbe plant, steht vor einer Entscheidung, die selten offen ausgesprochen wird. Entweder malt jeder für sich, dann geht es schnell und am Ende gibt es viele kleine Werke. Oder alle arbeiten an einem gemeinsamen Bild, dann steht am Ende ein Ergebnis, das größer ist als der einzelne Beitrag.

Das ist keine Geschmacksfrage. Die Entscheidung bestimmt, was nach dem Termin dasteht, und wie viele Leute währenddessen überhaupt etwas zu tun haben. Der zweite Weg hat den bekannten Haken: Ein gemeinsames Bild ist erst dann eines, wenn es am Ende zusammenpasst.

Was an der Wand zu sehen ist

Das Bild ist querformatig und liegt in einem durchgehenden schwarzen Rahmen. Innen ist es in einzelne rechteckige Farbfelder geteilt, jedes in einer eigenen Farbe, von Gelb über Türkis bis Violett. Über diesen Feldern liegen schwarze Balken, die zu blockigen Buchstaben zusammenlaufen.

An dieser Aufteilung hängt mehr, als man ihr ansieht. Jedes Feld ist eine abgeschlossene Fläche mit eigenen Kanten. Wer an einem Feld arbeitet, greift nicht in die Fläche daneben, und es muss niemand warten, bis vorne ein Platz frei wird. Die Arbeit ist damit teilbar, ohne dass jemand die Aufteilung im Kopf behalten müsste. Sie steht auf der Wand.

Die Linie, die alles zusammenhält

Über alle Felder hinweg läuft eine einzige dunkelrote Linie. Sie zieht sich flach durch die linken Felder, hebt sich über der rosa Fläche zu einem Bogen und läuft rechts weiter. An den Feldkanten hört sie nicht auf. Sie läuft darüber hinweg und ergibt eine langgezogene Silhouette in Seitenansicht.

Hier wird aus Teilen ein Bild. Die Felder machen die Arbeit teilbar, die Linie macht das Ergebnis zu einem Ganzen. Wer nur die Felder sieht, sieht eine Sammlung nebeneinander. Wer die Linie sieht, sieht ein Motiv. Ein gemeinsames Werk braucht deshalb nicht weniger Hände. Es braucht eine Ebene, die über allen liegt.

Der Ort

Gearbeitet wurde an einer legalen Wand im Mauerpark in Berlin, im Freien. Die Mauer ist alt, an den oberen Rändern blättern die Farbschichten ab, dahinter stehen Flutlichtmasten vor blauem Himmel. Rechts und links stehen ältere Bilder anderer Leute, ein grüner Schriftzug Dream mit einer gelben Sonne, weiter rechts große Buchstaben.

Genau das gehört zu einer legalen Wand dazu. Ihr bekommt keine weiße Leinwand, sondern eine Fläche mit Vorgeschichte. Der schwarze Rahmen um das Bild ist genau deshalb da. Er trennt das eigene Werk vom Untergrund, und ab dieser Kante spielt es keine Rolle mehr, was vorher an der Wand stand.

Was am Ende dastand

Am Ende steht ein durchgehendes Bild an der Wand, kein Werk pro Person. Es bleibt dort, wo es entstanden ist, und es steht neben den Bildern anderer Leute.

Damit ist auch klar, wofür dieser Fall nicht der Beweis ist. Wer etwas mitnehmen will, das hinterher im Eingang hängt, braucht ein Format mit Leinwänden. Wer ein Ergebnis will, an dem eine ganze Gruppe gleichzeitig arbeiten kann, findet hier die Bauweise dafür.

Eckdaten des Projekts

Stadt
Berlin
Anlass
Teamevent, ohne besonderen Anlass
Untergrund
eine legale Wand im Mauerpark, Berlin
Technik
Sprühfarbe
Aufbau
einzelne Farbfelder in einem gemeinsamen Rahmen
Motiv
eine durchlaufende Linie über alle Felder

Häufige Fragen zu diesem Projekt

Warum sieht ein Bild aus vielen Teilen am Ende nicht wie Flickwerk?

Weil ein durchgehendes Element über die Teile hinweg läuft. Bei Porsche Digital ist das eine dunkelrote Linie, die quer über alle Farbfelder gezogen ist und an den Feldkanten nicht aufhört.

Diese Entscheidung fällt vor dem Termin und nicht währenddessen. Ein Bild darf in beliebig viele Teile zerfallen, solange etwas darüber hinwegläuft: eine Linie, ein Horizont, eine Farbe, die in jedem Teil wiederkommt. Fehlt dieses Element, bleibt am Ende genau der Eindruck, den ihr vermeiden wolltet, und nachträglich lässt er sich kaum reparieren, weil die Teile dann schon fertig sind. Deshalb gehört die Frage nach dem durchlaufenden Element in die Vorbereitung und nicht auf den Tag selbst. Für eure Anfrage reicht dafür ein Satz, nämlich was auf dem Bild zu sehen sein soll. Ob daraus eine Silhouette wird wie bei Porsche Digital oder etwas ganz anderes, klären wir vorher mit euch, damit an der Wand niemand improvisieren muss.

Was passiert, wenn an der Wand schon Bilder stehen?

Das eigene Werk bekommt einen eigenen Rahmen. Bei Porsche Digital liegt um das ganze Bild ein durchgehender schwarzer Balken, der es vom älteren Untergrund und von den Nachbarbildern trennt.

Diese Frage kommt fast immer, sobald eine legale Wand im Gespräch ist, und sie kommt zu Recht. Eine legale Wand ist nie leer. Sie trägt ältere Schichten, abgeblätterte Farbe und die Bilder anderer Leute direkt daneben. Auf den Fotos hinterher ist davon aber nichts zu sehen, sobald das eigene Werk gerahmt ist, denn der Rahmen setzt die Kante, an der das Bild anfängt. Für euch heißt das zweierlei. Ihr müsst keine unbemalte Fläche suchen, was die Auswahl an möglichen Orten deutlich vergrößert und bei kurzem Vorlauf oft den Ausschlag gibt. Und ihr solltet vorher wissen, dass das Ergebnis an der Wand bleibt, statt mit ins Büro zu kommen.