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DeepL Berlin: Streetart-Workshop im Büro, ganz ohne Wand

  • Berlin
  • WeWork-Standort
  • Streetart-Workshop
Langer Holztisch in einer Bürofläche, an dem Menschen sitzen und arbeiten: Marker in Metallbechern, türkise Schneidematten, aus Papier geschnittene Schablonen und ein Bogen mit einer blau gesprühten Figur mit schwarzer Kontur

Die erste Frage vor einem Kreativ-Workshop ist selten der Ablauf. Sie lautet, wo das eigentlich stattfinden soll. Bei DeepL war die Antwort ein Tisch an einem WeWork-Standort in Berlin. Mehr Fläche als einen A3-Bogen hat an diesem Tag niemand gebraucht.

Die Ausgangslage

Wer ein Kreativformat plant, prüft zuerst die Fläche. Ein Hof oder eine freie Wand, und wenn beides fehlt, eine gemietete Halle. Steht am Ende nichts davon zur Verfügung, streicht man das Format meistens von der Liste, bevor jemand über den Inhalt gesprochen hat.

Bei DeepL kam der unbequemere Fall dazu. Der Standort ist ein WeWork-Standort, die Räume sind gemietet, nicht das eigene Haus. Wer dort etwas an eine Wand bringen will, fragt nicht die eigene Geschäftsführung, sondern einen Betreiber. Der Streetart-Workshop lief deshalb im Büro, an den Tischen, an denen ohnehin gearbeitet wird.

Was auf den Tischen passierte

Gearbeitet wurde auf einzelnen weißen Bögen im A3-Format, jeder für sich mit Kreppband auf der Unterlage fixiert. Daneben lagen Schneidematten und aus Papier geschnittene Schablonen. Sprühfarbe und Marker standen dazwischen, dazu ein Blech, das als Farbpalette diente.

Für die Planung ist daran eine Sache wichtig: Es gibt keine Fläche einzuteilen. Niemand wartet, bis vorne ein Platz frei wird, und wer später dazukommt, setzt sich an einen freien Stuhl. Die Motive sind frei gewählt und tragen kein Firmenlogo. Auf einem Bogen steht ein Snowboarder über einer Eiswaffel, deren Kugeln von Pink nach Blau verlaufen. Auf einem anderen liegt dieselbe Figur zweimal nebeneinander, einmal als blaue Kontur und einmal fertig gesprüht.

Der Raum

Der Workshop fand in einer hellen, offenen Bürofläche statt. Durch die Fensterfront sieht man einen Baum und die Fassade des Gebäudes gegenüber. Gearbeitet wurde an langen Holztischen mit Bugholzstühlen, an der Wand hängt eine große blaue Bildfläche.

Das ist der Umstand, der diese Referenz von den anderen trennt. Unter unseren Berliner Referenzen ist DeepL der einzige belegte Fall, bei dem der Workshop am eigenen Arbeitsplatz stattfand und nicht an einem Ort, der für den Anlass gebucht wurde. Für die Planung ist das kein Detail. Eine gebuchte Location bringt eine Anfahrt mit, die für alle passen muss. Ein Termin im eigenen Haus bringt einen Raum, den ihr ohnehin selbst buchen könnt.

Was am Ende dastand

Am Ende gab es viele einzelne Blätter statt eines großen gemeinsamen Werks. Für ein Foto ist das weniger dankbar als ein besprühter Bus. Für einen Standort ohne eigene Fläche ist es die Form, die überhaupt möglich war.

Bei DeepL war das die Lösung. Sie ist nicht die einzige, die es für fehlende Fläche gibt, und welche zu eurem Standort passt, entscheidet sich an einer einzigen Angabe: ob ihr über eure Räume selbst bestimmt oder nicht.

Eckdaten des Projekts

Stadt
Berlin
Location
ein WeWork-Standort
Format
Streetart-Workshop
Untergrund
einzelne A3-Bögen auf Tischen
Technik
geschnittene Papierschablonen, Sprühfarbe und Marker
Motive
frei gewählt, ohne Firmenlogo

Häufige Fragen zu diesem Projekt

Geht ein Streetart-Workshop auch ohne Wand und ohne Hof?

Ja. Bei DeepL lief der Streetart-Workshop komplett im Büro, an den Tischen eines WeWork-Standorts in Berlin, auf einzelnen A3-Bögen statt an einer Fläche.

Für die Planung ist der Unterschied größer, als er von außen aussieht. Ein Wandprojekt braucht eine Fläche und die Freigabe für genau diese Fläche. Ein Tischformat braucht Tische. Das entscheidet vor allem dann über die interne Freigabe, wenn ihr in gemieteten Räumen sitzt und über die Wände gar nicht selbst bestimmen könnt. Wer bei uns anfragt, schreibt deshalb am besten zwei Dinge dazu: wie viele Leute mitmachen und ob im Haus eine Fläche zur Verfügung steht oder nicht. Aus diesen beiden Angaben ergibt sich das Format. Umgekehrt funktioniert es selten, weil ein Format, das eine Wand voraussetzt, an einem Standort ohne Wand nicht einfach kleiner wird, sondern ausfällt. Wer das früh sagt, spart sich eine Absage in der Woche vor dem Termin.

Was liegt bei einem Workshop auf dem Tisch?

Auf den Tischen lagen einzelne weiße Bögen im A3-Format, jeder mit Kreppband fixiert. Daneben lagen Schneidematten und aus Papier geschnittene Schablonen, dazwischen standen Sprühfarbe und Marker.

Für die Raumplanung ist das die brauchbarere Angabe als eine Quadratmeterzahl. Ein Arbeitsplatz ist so groß wie ein Bogen und die Matte darunter, das Material steht daneben und wird geteilt. Wer schon einmal eine Besprechung mit Laptop und Unterlagen an denselben Tischen gemacht hat, kennt die Größenordnung. Zu klären ist deshalb nicht die Fläche, sondern die Zahl der Sitzplätze, die ihr am Tag des Workshops wirklich freiräumen könnt. Diese Zahl braucht ihr ohnehin für die Raumbuchung im eigenen Haus, und aus ihr ergibt sich für uns die Materialmenge. Ein zweiter Punkt gehört in dieselbe Vorabklärung: ob die Tische frei bleiben dürfen oder am selben Tag noch für etwas anderes gebraucht werden. Danach richtet sich, wie viel gleichzeitig laufen kann.