Bahnwärter Thiel

Teamevent für große Gruppen: was ab 60 Personen zählt

Teamevent für große Gruppen — 60 Leute, eine Wand

Ab 50 Personen entscheidet nicht die Wandgröße, sondern die Aufteilung in Kleinteams. Drei echte Münchner Cases zeigen, wie Gruppen von 30 bis rund 500 Personen tatsächlich mitarbeiten statt zuzusehen.

Bei 15 Leuten kennt jeder jeden, ein Trainer reicht, die Aufgabe erklärt sich fast von selbst. Bei 60, 70 oder 200 Personen kippt das. Ohne klare Aufteilung sitzt schnell ein Viertel der Belegschaft am Rand und schaut zu, während vorn drei Freiwillige die Arbeit machen. Genau das ist das eigentliche Problem großer Teamevents: nicht die Location, nicht das Catering, sondern die Frage, wie aus einer Masse wieder einzelne Menschen werden, die tatsächlich etwas tun.

Wir haben das öfter gebaut, als die Zahl vermuten lässt: 60 Personen bei Personio, 70 bei EY, über 30 bei CRX Markets, alle am Bahnwärter Thiel in München. Und in Frankfurt, bei Helaba, deutlich mehr, im Walk-in-Format auf der Messe. Was bei allen funktioniert hat, ist kein Zufall, sondern ein Muster. Das steht unten.

Was bei großen Gruppen wirklich funktioniert

  1. Kleinteams statt einer Masse. Bei Personio haben wir 60 Menschen in sechs Teams aufgeteilt. Jedes Team hat sich selbst ein Wort ausgedacht und es dann als eigenes Graffiti umgesetzt. In Teams dieser Größe arbeitet jede Person an der Fläche mit, statt nur danebenzustehen.
  2. Ein gemeinsames Werk aus vielen Teilstücken. Bei CRX Markets hat jedes Team einen eigenen Buchstaben eines gemeinsamen Schriftzugs gestaltet. Am Ende steht ein Wort an der Wand, das keiner allein hätte schreiben können, aber jeder mitgebaut hat. Das ist der Unterschied zwischen „30 Leute malen irgendwas" und „30 Leute haben gemeinsam ein Ergebnis".
  3. Die Fläche wächst mit der Gruppe, nicht umgekehrt. Reicht ein Team nicht mehr aus zehn Personen, teilen wir die Wand in entsprechend mehr Segmente. Bei Helaba lief das sogar als Walk-in auf einer internen Messe in Frankfurt: kein fester Zeitslot, Leute kommen und gehen über den Tag verteilt, das Format trägt auch dreistellige Zahlen.
  4. Die Dauer bleibt gleich, egal wie viele kommen. Zwei bis drei Stunden, ob 20 Personen da sind oder 200. Der Unterschied liegt in der Anzahl paralleler Stationen, nicht in mehr Zeit pro Person. Alle arbeiten gleichzeitig, niemand wartet auf seine Runde.
  5. Der Preis pro Kopf sinkt mit der Gruppengröße. Unsere Staffel läuft von 129 auf 109, 99, 89 und ab 251 Personen auf 79 Euro pro Person netto. Anfahrt, Aufbau und Betreuung fallen einmal an, egal ob 20 oder 200 Menschen teilnehmen, deshalb wird jeder zusätzliche Kopf günstiger.
  6. Der Vorlauf bleibt überschaubar. Ein bis zwei Wochen reichen bei uns auch für große Gruppen, kürzer war schon machbar. Was länger dauert, ist nicht die Wand, sondern die interne Abstimmung: Wer schreibt die Einladung, wer bucht das Catering, wer stimmt mit der Geschäftsführung das Budget ab.

Wenn Punkt 1 und 2 zusammenkommen, entsteht der Effekt, den Personio erlebt hat: sechs unterschiedliche Teams mit sechs selbst gebrainstormten Wörtern, umgesetzt in sechs eigene Graffitis. Niemand hat vorgegeben, was gemalt wird. Die Teams haben es sich selbst ausgedacht und dann gebaut. Das ist etwas anderes als eine Malaktion, bei der 60 Leute dieselbe Vorlage abpausen.

Warum die reine Kopfzahl die falsche Frage ist

„Wie viele passen an eure Wand?" ist die häufigste Frage, aber sie stellt das Problem falsch herum. Nicht die Wand begrenzt die Gruppengröße, sondern die Aufteilung. Bei EY waren 70 Menschen am Bahnwärter Thiel, in verschiedenen Gruppen mit eigenem Brainstorm, jede Gruppe hat ihr Ergebnis selbst umgesetzt. Danach ging es gemeinsam zum Essen ins La Favela. Das Event trägt also nicht wegen einer riesigen Fläche, sondern weil 70 Personen in überschaubare Einheiten aufgeteilt waren, die parallel arbeiten konnten.

Genauso trägt Helaba mit deutlich mehr Teilnehmenden, weil das Format kein starres „alle auf einmal an einer Stelle" ist, sondern ein Walk-in über den Tag verteilt. Die Spanne von 30 bis mehrere Hundert Personen ist also kein Marketingversprechen, sondern das Ergebnis derselben zwei Stellschrauben: Teamgröße pro Station und Anzahl der Stationen. Wer eine Agentur nach der Höchstzahl fragt, bekommt selten die richtige Antwort. Die richtige Frage lautet: Wie teilt ihr uns auf, damit alle arbeiten statt zuzusehen?

Wer dafür Forschung sucht, findet übrigens keinen sauberen Größenvergleich: Studien, die Teambuilding bei großen gegen kleine Gruppen messen, existieren nicht in zitierfähiger Form. Belegt ist die Wirkung von Teambuilding-Maßnahmen an sich — eine Metaanalyse von Klein und Kollegen (2009, Small Group Research) zeigt messbare Effekte auf Zusammenarbeit und Ergebnis. Die Aufteilungsfrage bleibt damit Praxiswissen, und genau deshalb erzählen wir sie hier an echten Terminen statt an Theorien.

Was das für eure Planung bedeutet

Zwei Fragen entscheiden über das Format, bevor überhaupt die Location zur Debatte steht. Erstens: Soll jedes Team ein eigenes, in sich geschlossenes Ergebnis bekommen, so wie bei Personio, oder soll am Ende ein einziges gemeinsames Werk stehen, so wie bei CRX? Beides funktioniert, aber die Wahl ändert die Aufteilung der Fläche und die Nachbesprechung am Ende. Zweitens: Läuft das Event als fester Block mit festem Start, oder eher als Walk-in, bei dem Leute über den Tag verteilt vorbeikommen? Bei einer Konferenz oder Messe wie bei Helaba ist Walk-in fast zwingend, bei einem klassischen Team-Nachmittag eher der feste Block.

Braucht euer Termin einen Ausweichplan bei Regen, wechselt ihr bei gleicher Aufteilungslogik von der Wand auf Leinwände im Innenraum, ohne dass Kleinteam-Prinzip oder Preisstaffel sich ändern. Wächst eure Gruppe erst kurz vor dem Termin, ist das kein Problem, solange ihr uns die neue Zahl rechtzeitig sagt, denn die Aufteilung in Kleinteams skaliert nach oben, ohne dass ihr ein anderes Format buchen müsst.

Wer das Budget intern verkaufen muss

Wer ein Teamevent für 60, 100 oder 200 Kollegen bucht, ist selten der Endnutzer allein. Meist steht dahinter jemand aus HR, Office Management oder der Assistenz der Geschäftsführung, der die Ausgabe intern rechtfertigen muss, bevor überhaupt ein Anbieter angefragt wird. Für diese Rechtfertigung zählen zwei Zahlen: der Preis pro Kopf und das, was am Ende bleibt.

Der Preis pro Kopf sinkt, wie oben beschrieben, mit der Gruppengröße, das lässt sich in jeder Kalkulation direkt gegenrechnen. Was bleibt, ist im wörtlichen Sinn das Ergebnis an der Wand oder auf der Leinwand: Bei Personio hängen sechs fertige Graffitis, eines pro Team, die noch Wochen später als Erinnerung dienen. Bei CRX Markets steht ein gemeinsamer Schriftzug, dessen Foto sich anschließend im E-Mail-Abbinder oder auf internen Kanälen weiterverwenden lässt. Ein Teamevent, das nach zwei Stunden nichts Sichtbares hinterlässt, ist schwerer zu rechtfertigen als eines, das ein Artefakt produziert, auf das man zeigen kann.

Für die interne Abstimmung hilft außerdem, dass sich das Format nicht an eine feste Personenzahl bindet. Wächst die Anmeldeliste zwischen Angebot und Termin, wie es bei internen Veranstaltungen häufig passiert, ändert sich an der Grundlogik nichts. Die Kleinteam-Aufteilung wird um ein weiteres Team ergänzt, die Preisstaffel greift automatisch bei der nächsten Stufe. Das nimmt der planenden Person die Sorge, sich mit einer festen Zahl zu früh festzulegen.

Große Gruppe, aber wenig Zeit im Kalender

Große Gruppen haben oft auch wenig gemeinsames Zeitfenster. Mittagspause, ein Nachmittag zwischen zwei Meetings, das Ende eines internen Events: Genau in solchen engen Slots haben wir schon gearbeitet. Ein T.con-Team hat im Werksviertel während der Mittagspause ein 40-Quadratmeter-Graffiti fertiggestellt, kein halber Tag, kein Abendtermin, sondern die Zeit, die ohnehin für die Pause vorgesehen war. Bei Ruby Hotels lief das Format bis 21:30 Uhr am Abend, bei GKM im Rahmen eines Sommerfests im Botanikum.

Für die Planung heißt das: Die Gruppengröße bestimmt, wie viele Kleinteams ihr braucht, der verfügbare Zeitrahmen bestimmt, wie viele Stationen parallel laufen müssen, damit alle in dieser Zeit fertig werden. Beide Fragen lassen sich unabhängig voneinander beantworten, bevor ihr überhaupt einen Termin fixiert.

So läuft der Tag konkret ab

Der Termin beginnt mit einer kurzen Einweisung an der Fläche: Dosentechnik, Sicherheitsabstand, wer wo arbeitet. Danach übernehmt ihr. Vorerfahrung braucht niemand — das gilt bei 15 Personen genauso wie bei 70. Farbe, Material, Schutzabdeckungen und Crew bringen wir komplett mit, die Genehmigung für die legale Wand holen wir selbst ein.

Zwei bis drei Stunden später steht das Ergebnis. An der Wand bleibt es danach dort stehen, ihr könnt es also noch Wochen später herzeigen, und ihr bekommt die Drohnenaufnahme mit. Muss euer Termin wetterfest sein, wechselt ihr bei gleicher Technik auf Leinwand — die Aufteilung in Kleinteams bleibt dieselbe.

Die Technik, die große Flächen möglich macht

Hinter der Aufteilung steckt Handwerk, das man am fertigen Bild nicht mehr sieht. Drei Beispiele aus echten Terminen:

Schablonen machen Buchstaben teilbar. Beim Helaba-Termin in Frankfurt entstand der Schriftzug als plastisch wirkende Ballon-Buchstaben — jeder Buchstabe in sieben Teilen, nacheinander über kleine Schablonen gesprüht. So kann eine Person einen Teilschritt übernehmen, ohne das Gesamtbild zu gefährden, und Vorbeigehende konnten spontan einsteigen: erst der Hintergrund, dann gemeinsam die Buchstaben.

Abkleben erzeugt den Rahmen gleich mit. Bei Ifco im Werksviertel wurde vor dem Malen mit Klebeband abgeklebt — nach dem Abziehen hatte jedes Bild einen sauberen Passepartout-Rand. Die Bilder wurden danach zufällig verteilt, jede Person nahm ein Stück mit nach Hause.

Der Leinwand-Wechsel hält die Logik stabil. Ob Wand oder Leinwand: Dosentechnik, Kleinteam-Aufteilung und Preisstaffel bleiben identisch. Deshalb kostet ein Wetterumschwung keinen Neuanfang in der Planung, sondern nur den Ortswechsel.

Wo das in München konkret hinführt

Alle drei Münchner Cases oben liefen an der Hall of Fame am Bahnwärter Thiel im Schlachthofviertel, einer legalen Graffiti-Wand. Wie so ein Graffiti-Teamevent am Bahnwärter Thiel im Detail abläuft, von der Einweisung bis zur fertigen Wand, steht auf der Workshop-Seite. Den Personio-Fall mit den sechs Teams und sechs Wörtern haben wir als Teamevent für 60 Personen bei Personio dokumentiert, den EY-Fall mit den 70 Personen als EY am Bahnwärter Thiel. Einen Überblick über alle Formate für Team Events München findet ihr in der Übersicht, von kleinen Runden bis zu den Großgruppen-Fällen hier.

Häufige Fragen

Ab wie vielen Personen wird ein Teamevent unübersichtlich?

Nicht die Zahl an sich macht ein Event unübersichtlich, sondern das Fehlen einer Aufteilung. 15 Personen ohne Struktur können genauso zerfasern wie 200 mit Struktur nicht. Ab dem Punkt, an dem nicht mehr alle gleichzeitig an einer Fläche arbeiten können, lohnt die feste Einteilung in Kleinteams — bei Personio waren es sechs Teams für 60 Personen.

Können bei 100 oder mehr Personen wirklich alle gleichzeitig mitmachen?

Ja, solange die Fläche entsprechend in Stationen aufgeteilt ist. Bei Helaba lief das mit deutlich mehr Teilnehmenden als Walk-in über den Tag, bei den Bahnwärter-Thiel-Cases in parallelen Kleinteams an einer gemeinsamen Wand. Die Grenze liegt bei der Aufteilung, nicht bei der Kopfzahl.

Was kostet ein Teamevent für eine große Gruppe?

Der Preis sinkt mit der Gruppengröße: 129 Euro pro Person bei kleinen Gruppen, über 109, 99 und 89 bis auf 79 Euro netto ab 251 Personen. Anfahrt und Aufbau fallen unabhängig von der Kopfzahl einmal an, deshalb wird jeder zusätzliche Teilnehmer günstiger.

Wie viel Vorlauf braucht ein Großgruppen-Teamevent?

Bei uns reichen ein bis zwei Wochen auch für 60 oder mehr Personen, in Einzelfällen ging es sogar innerhalb von 48 Stunden. Der eigentliche Zeitfresser ist meist die interne Abstimmung, nicht die Buchung selbst.

Funktioniert das Format auch bei schlechtem Wetter oder drinnen?

Ja. Braucht euer Termin Wetterfestigkeit, wechselt ihr bei gleicher Aufteilungslogik von der Wand auf Leinwände im Innenraum. Kleinteam-Prinzip und Preisstaffel bleiben dabei unverändert.

Muss jedes Team ein eigenes Ergebnis bekommen, oder geht auch ein gemeinsames Werk?

Beides geht. Bei Personio hat jedes Team sein eigenes Wort und eigenes Graffiti bekommen, bei CRX Markets hat jedes Team einen Buchstaben zu einem gemeinsamen Schriftzug beigetragen. Die Entscheidung trefft ihr vorab, sie bestimmt, wie wir die Fläche aufteilen.

Was bleibt nach dem Event, das sich intern zeigen lässt?

Ein fertiges Werk pro Team oder ein gemeinsames Gesamtbild, dazu Fotos vom Ablauf. Bei Personio hängen die sechs Team-Graffitis noch Wochen später als Erinnerung, bei CRX Markets ließ sich das Foto des gemeinsamen Schriftzugs anschließend im E-Mail-Abbinder weiterverwenden.

Euer Termin

Schickt uns Personenzahl und Wunschtermin — das Angebot kommt binnen 24 Stunden, ein bis zwei Wochen Vorlauf reichen. Termin in München anfragen.

Google-Rezensionen

★ 4,6/5 · 59 Bewertungen

Drei Teams, die mit uns gearbeitet haben, zitiert aus unserem Google-Profil. Alle Rezensionen im Google-Profil ansehen

“Trotz völliger Talentfreiheit im Team haben wir am Ende ein Ergebnis geschaffen, auf das wirklich alle stolz sind.”
Andreas Scheifele
“[…] 28 KollegInnen im Alter zwischen 20 bis 60 und alle komplett ahnungslos. […] Am Ende waren wir sehr stolz auf uns. […] Zur Erinnerung gab es von Luca noch Fotos, die mit der Drohne aufgenommen wurden.”
Tordis Lehmann
“[…] Überrascht hat mich, dass man kein Künstler sein muss, denn jeder wird individuell abgeholt und ermutigt, sich auszuprobieren. […] Am Ende hatten wir ein tolles Kunstwerk kreiert und ein breites Grinsen im Gesicht.”
RiKe

Text und Prüfung: Luca von Oesen, Brain2Canvas (Restless UG, Hamburg). Stand: 22. September 2026. Preise, Ablauf und Referenzen aus eigenen Terminen.

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