Für das Duolingo-Sommerfest im Wellenwerk in Berlin haben wir mehrere Workshop-Spaces parallel aufgebaut, Action Painting und Graffiti nebeneinander. Bar und Musik liefen durchgehend, sodass der Abend Come-together-Charakter behielt statt in Programmpunkte zu zerfallen.
Die Aufgabe
Ein Firmen-Sommerfest hat ein Problem, das jeder Programmpunkt verschärft: Sobald etwas eine feste Startzeit bekommt, teilt es die Gäste in die, die mitmachen, und die, die warten.
Duolingo wollte das Gegenteil. Der Abend sollte Come-together-Charakter behalten, also durchlaufen statt getaktet sein, und trotzdem mehr bieten als eine Bar mit Musik. Die Frage war deshalb nicht, welches Format am besten passt, sondern wie viele gleichzeitig laufen können, ohne dass jemand etwas verpasst.
Die Umsetzung
Wir haben mehrere Workshop-Spaces parallel aufgebaut: Action Painting und Graffiti nebeneinander, jeder Space eigenständig nutzbar. Wer wollte, wechselte zwischen ihnen, wer nicht wollte, blieb an der Bar.
Auf den Aufnahmen des Abends stehen Staffeleien mit Graffiti-Leinwänden, ein Tisch voller Dosen und Gäste an Biertischen. Genau diese Mischung ist der Punkt: Die Stationen stehen im selben Raum wie das Fest und nicht in einem abgetrennten Workshop-Bereich, zu dem man sich erst aufraffen müsste. Bar und Musik liefen die ganze Zeit weiter.
Das Ergebnis
Ein Abend, an dem niemand zwischen Feiern und Mitmachen wählen musste.
Für dich als Planerin ist das der Unterschied zwischen einem Programmpunkt und einem Format. Ein Programmpunkt unterbricht den Abend und muss angekündigt werden. Mehrere offene Stationen sind der Abend, und die Gäste dosieren selbst, wie viel sie davon wollen. Das nimmt dir zugleich die unangenehmste Sommerfest-Frage ab, nämlich wie viele Leute sich vorher anmelden. Bei offenen Stationen musst du das nicht wissen, du musst nur genug Flächen aufstellen.
Eckdaten des Projekts
- Stadt
- Berlin
- Stadtteil
- Lichtenberg
- Location
- Wellenwerk
- Anlass
- Sommerfest, Come-together für Firmen
- Format
- mehrere Action-Painting- und Graffiti-Spaces parallel
- Rahmen
- offene Bar und Musik durchgehend
- Dauer
- 2 bis 3 Stunden, flexibel
Häufige Fragen zu diesem Projekt
Wie baut man ein Firmen-Sommerfest um mehrere Kreativ-Stationen herum?
Indem die Stationen im Fest stehen und nicht daneben. Beim Duolingo-Sommerfest im Wellenwerk liefen Action-Painting- und Graffiti-Spaces parallel, während Bar und Musik durchgehend weiterliefen. Kein Space hatte eine Startzeit.
Das ist der Aufbau, der einem Come-together nicht im Weg steht. Ein angekündigter Workshop teilt die Gäste in Teilnehmende und Wartende, und wer gerade im Gespräch ist, geht nicht hin. Offene Stationen im selben Raum funktionieren umgekehrt: Die Leute driften hinüber, wenn es gerade passt, und wieder zurück an die Bar. Beide Formate rechnen wir mit 2 bis 3 Stunden, flexibel im Ablauf, sie binden den Abend also nicht an einen Block.
Können Gäste bei einem Event zwischen Graffiti und Action Painting wechseln?
Ja, wenn beide Spaces parallel aufgebaut sind. Genau so lief das Duolingo-Sommerfest: Action Painting und Graffiti standen nebeneinander, jeder Space eigenständig nutzbar, und die Gäste entschieden selbst, wo sie landeten und ob sie wechselten.
Der Vorteil ist nicht die Auswahl an sich, sondern was sie mit der Hemmschwelle macht. Wer sich an einer Dose unsicher fühlt, fängt am Action Painting an, wo es kein Falsch gibt, und traut sich danach oft doch an die Wand oder die Leinwand. Für Graffiti planen wir Gruppen von 10 bis 1.000 Personen, für Action Painting 15 bis 500.


